Bunte Tücher

Alles hat geklappt. Die Parade war ein voller Erfolg. Die Eltern haben ihre Kinder am Marktplatz vor der Evangelischen Kirche erwartet. Und die Gaukler kamen mit Bollerwagen und viel Getöse den Berg von der Jugendherberge hinunter und drehten eine kleine Runde durch die Stadt. Das Ziel war es, auf sich aufmerksam zu machen und ein letztes Mal für die Gala am Nachmittag zu werben. Dazu wurden sie von der Fachbereichsleiterin Leslie Kamphuis auf den Stufen zur Kirche erwartet. Sie hat den Bürgermeister der Hansestadt Wipperfürth vertreten und den Gauklerinnen und Gauklern erlaubt, ihre Künste den Eltern und schaulustigen Passanten zu präsentieren. Hierfür wurde eigens eine kleine Aufführung mit Elementen der großen Gala eingeübt und den Eltern vorgeführt. Es gab ein großes Hallo, als Menschen zu einer (kleinen) Pyramide übereinandergestapelt wurden und als die unerschrockenen Artistinnen über das schwindelerregend hohe Hochseil balanciert sind. Auch Frau Kamphuis wurde in die Darbietungen der Jongleure integriert - als Teller-Jongleurin. Aufgrund der hohen Temperaturen wurden nach dieser kurzen Darbietung alle Akteure und deren Betreuerinnen und Betreuer mit einem Kleinbus zur Jugendherberge gefahren, wo schon das Mittagessen wartete.

Nach dem Mittagessen konnten die kleinen Artistinnen und Artisten sich bei einem Film entspannen und gelassen dem Auftritt am Nachmittag entgegensehen. Und dann war er da, der Moment, in dem es auf die Bühne ging. Sieben einzelne Zirkus- bzw. Gauklernummern wurden in der Aula der Konrad-Adenauer-Hauptschule zum Besten gegeben, unterbrochen durch kleine Zwischenstücke, in denen Drachen bekämpft wurden oder schwere Kisten von der Bühne geschleppt werden mussten. Als krönenden Abschluss wurde es so richtig heiß: sieben Fakire und eine Fakirin spucken auf dem Schulhof vor der staunenden Zuschauermenge riesige Feuerbälle in die Luft. Danach wurden die teilnehmenden Kinder mit einem dreifachen "Zirkuskinder sind … … gut drauf" verabschiedet und in den Rest der Sommerferien entlassen. Wir hoffen, dass wir viele von den Junggauklerinnen und Junggaukler im nächsten Jahr wiedersehen werden. Bis dahin: "Zirkuskinder sind …"